Anneau du Rhin 2007

 

Wir waren da! Christian, Natalie, Sasko (Hund von Natalie und Christian) und ich fuhren am 03. November 2007 nach Frankreich zur Rennstrecke Anneau du Rhin! Es war mein erster Besuch auf einer richtigen Rennstrecke mit wirklich vielen Teilnehmern. Aber ich möchte nun von Anfang an die Geschichte erzählen, was wir erlebt haben.


Am Samstag früh morgens ging es los: Ich packte meine Sachen zusammen und fuhr mit meinem Auto von Rubigen aus nach Olten, um mich dort mit Christian und Natalie zu treffen.

Christian hatte seinen Rennwagen (gepimpter VW Golf 2) auf dem Anhänger und in seinem VW Passat hatte er das ganze Werkzeug geladen, über Ersatzreifen, Ersatzfelgen, Flickzeug, Werkzeug, Pumpe, Schrauben, etc. Man könnte meinen, dass die Garage leer gewesen sein müsste, soviel war in dem Auto verstaut.

Mit der ganzen Ladung ging es dann auf die Autobahn Richtung Basel und dann über die Grenze zur Rennstrecke. Schon während der Hinfahrt haben wir zahlreiche Rennautos gesehen, welche dann später auch auf der Rennstrecke Anneau du Rhin anzutreffen waren.

Als wir es dann auch geschafft hatten dort anzukommen, haben wir uns gleich ein schönes Plätzchen am Waldrand gesucht, um unser ganzes Material abzustellen. Wir haben dann alles aus- und abgeladen, Zelt aufgebaut, Tisch und Stühle aufgestellt, Kaffee parat gemacht und uns etwas in die Rennmentalität eingelebt ;)

Christian hat dann begonnen, sein Rennwagen vom Anhänger abzuladen. Die Freude war gross für mich, endlich mal mit Christian auf die Rennstrecke zu gehen, jedoch wurde die Freude schnell wieder getrübt, denn beim Abladen des Rennwagens mussten wir leider feststellen, dass ein Pneu einen Platten hatte. Das hiess also, zuerst muss mal der Reifen gewechselt werden. Da spezielle Felgen montiert waren, konnten wir nicht nur eine Felge wechseln, sondern mussten alle 4 ersetzen. Zum Glück hatte Christian das Nötige dabei.

Dann endlich war es soweit, der Rennwagen war parat, Christian hatte seine Rennbekleidung an ich durfte mich neben ihn ins Auto sitzen. Helm auf, Gurte straff ziehen und ab auf die Rennstrecke!!!!

Kurze Erklärungen zur Rennstrecke

In einer reizvollen Landschaft im Grünen, inmitten eines oberrheinischen Waldgebiets, erstreckt sich die Rennstrecke. Sie wurde nach den Normen des Französischen Automobilsportverbandes erbaut und ist für das Training vom Französischen Motorradsportverband homologiert. Die grosse Strecke misst eine Länge von 2951 Meter, und ist 9 Meter breit. Sowohl kurvenreiche wie auch superschnelle Streckenabschnitte werden angeboten. Drei andere Kombinationsvarianten geben den Nutzern die Möglichkeit, ausschliesslich superschnelle oder kurvenreiche Strecken zu fahren, je nach Bedarf.

Der Fahrer

Schon die erste Runde ist mir eingefahren wie noch nie! Obwohl es die Einwärmrunde war, kam mir das schon recht schnell vor. Christian musste sich auch zuerst an das Auto gewöhnen, denn mit diesem Auto war er das erste Mal auf der Rennstrecke, hatte ich das Gefühl, Christian fährt wie ein Henker. Aber hopla, nach der Einwärmrunde hat Christian so richtig Stoff gegeben und ich kriegte mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Mir hat das wahnsinnig super gefallen! Es war einsame Spitze!!! Es gibt nichts schöneres, als neben jemandem im Auto zu sitzen, welchem man vollstes Vertrauen hat und das Rennen fahren im Griff hat.

Auch Natalie durfte natürlich mit Christian mitfahren. Natalie ist mit einem gespannten Lächeln ins Auto eingestiegen, Christian hat dann seine Runden gedreht und beim Aussteigen war ihr Lachen nicht mehr so zu erkennen. Vielleicht hatte es ihr nicht so gefallen wie mir ;) Aber es war ja auch für sie das erste Mal. Vielleicht wird sie beim nächsten Annaeu du Rhin Treffen mehr Freude am schnellen Fahren haben.

Den ganzen Tag haben wir dort verbracht. Es war interessant zu sehen, welche Leute sich mit ihren Autos auf die Rennstrecke trauten. HIER könnt ihr einen Eindruck bekommen, was für Fahrzeuge vor Ort waren.

Der Tag ging nun langsam aber sicher zu Ende. Alle begannen, ihre Autos wieder aufzuladen, bzw. das, was davon übrig geblieben ist. Manche hatten leider weniger Glück auf der Rennstrecke und mussten verschiedene Teile separat aufladen, welche vorher eigentlich am Auto montiert waren.

Ich muss sagen, dass wir an diesem Tag zum Glück wenig Probleme hatten. Einzig der Reifenwechsel war am Anfang ein Thema aber ansonsten konnten wir den ganzen Tag fahren und das Adrenalin steigen lassen.

Alles haben wir wieder abgebaut und auch der Rennwagen war wieder auf dem Anhänger. Somit machten wir uns gemütlich auf den Heimweg. Was jedoch nicht fehlen durfte ist das alljährliche, gemeinsame Nachtessen mit den Kollegen und Freunden, die auch mit auf der Rennstrecke waren und mitgeholfen haben, falls es irgendwelche Probleme gab.

Das war ein super interessanter Tag für mich. Ich habe viele schöne Autos gesehen und ich möchte auch für nächstes Jahr wieder dabei sein können, vielleicht mit einem eigenen Rennwagen?...

Videos auf der Rennstrecke Anneau du Rhin finden Sie hier